Beantragungen

Beantragung von Psychotherapie

Menschen mit psychischen Problemen bzw. Eltern mit Kindern, die emotionale Probleme haben,  können sich direkt an einen niedergelassenen Psychotherapeuten wenden, man benötigt keine Überweisung des Haus- oder Facharztes („Erstzugangsrecht“).

Zunächst stehen 5 Probesitzungen zur Verfügung („probatorische Sitzungen“), in denen die Diagnostik durchgeführt wird, um zu klären, ob die Probleme mit Hilfe einer Psychotherapie zu behandeln sind, und auch um zu klären, ob der Psychotherapeut der richtige Behandler für den jeweiligen Patienten ist.

Dann stellt der Psychotherapeut einen Antrag auf Psychotherapie (im jeweiligen Verfahren) entweder als Kurzzeitpsychotherapie oder als Langzeitpsychotherapie. Für den Antrag bei der Krankenkasse wird auch eine Bescheinigung des behandelnden Haus- oder Facharztes (z. B. Kinderarzt) benötigt („Konsiliarbericht“). Bei Langzeitpsychotherapien muss der Psychotherapeut einen Bericht an einen Gutachter schreiben (in anonymisierter Form), der dann prüft, ob eine solche Behandlung notwendig ist und den Stundenumfang festlegt.

Bei der psychotherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen sind in der Regel auch Sitzungen mit den Bezugspersonen vorgesehen. Dies können neben den Eltern (Erziehungsberechtigten) auch andere Bezugspersonen (Partner, Erzieher, Großeltern) sein.