Die „Fachgruppe Niedergelassene“ beschäftigt sich mit Fragen rund um die Niederlassung, um so den Service für die Mitglieder des bkj zu verbessern.
Sicher wissen auch wir nicht zu allen Fragen antworten, können aber über unsere Vernetzung und Mitglieder, die in einzelnen Bezirken in Gremien der KV'en aktiv sind auf einen größeren Erfahrungsschatz an Wissen zugreifen. Gerade bei Themen, die die KV betreffen, ist es oft so, dass einzelne KV'en eigene Regelungen haben. Der Austausch untereinander ist uns daher wichtig. Bei Fragen rund um die Niederlassung können Sie Kontakt zu dem Vertreter „Ihres“ KV-Bezirkes aufnehmen oder sich direkt an die Geschäftsstelle wenden, die Ihre Anfrage dann weiterleiten wird.
Um den Service möglichst umfangreich gestalten zu können, brauchen wir Ansprechpartner für möglichst viele KV-Bezirke. Wenn also jemand von Ihnen sich vorstellen könnte, für „seinen“ KV-Bezirk als Ansprechpartner zu fungieren, würden wir uns freuen, wenn derjenige sich entweder mit mir direkt oder der Geschäftsstelle in Verbindung setzten würde.
Auch Erfahrungen, Informationen zu Themen der Niederlassung oder Wünsche Ihrerseits wären uns wichtig.
Ansprechpartner für KV Themen im bkj:

Musterwiderspruchsvorlage für Widersprüche nach den neuen Honorarbescheiden
Sie finden hier die aktuelle Musterwiderspruchsvorlage für Widersprüche nach den Honorarbescheiden.

Bitte beachten Sie, dass aktuell die einzelnen KV-Bezirke sehr verschieden mit den Nachberechnungen für die Quartalsabrechnungen umgehen, für die in der Vergangenheit Widerspruch eingelegt wurde. Unserem Kenntnisstand nach gibt es Bezirke, wo noch gar nicht nachberechnet wurde, Bezirke, wo die KVen Abschläge ausgezahlt haben und Bezirke, wo bereits einzelne Quartale nachberechnet wurden.
Wir empfehlen, gegen die geänderten Honorarbescheide Widerspruch einzulegen, schon um deutlich zu machen, dass wir als Psychotherapeutenschaft uns weiter gegen die aus unserer Sicht ungerechtfertigte Honorierung und Honorarsystematik wehren werden.
Genauso empfehlen wir Ihnen auch gegen die Bescheide ab Quartal 3/2015, die ja bereits mit den neuen Punktwerten/Strukturzuschlägen berechnet wurden, Widerspruch einzulegen.
Trotzdem sollten Sie für sich persönlich klären, wie Ihre jeweilige KV mit den Widersprüchen umgeht, da diese wahrscheinlich nicht in allen KV-Bezirken ruhend gestellt werden.

• Widerspruch-Nachvergütungsbescheid


Honorarwiderspruchsformular 2/2016

Versorgungsstärkungsgesetz soll das Jobsharing erleichtern
Der Deutsche Bundestag hat am 11. Juni 2015 das Versorgungstärkungsgesetz (VsG) verabschiedet. Das VsG zielt darauf ab, eine gut erreichbare medizinische Versorgung auf qualitativ hohem Niveau sicherzustellen.
Neben anderen Neuerungen und Anpassungen soll auch das Jobsharing für Psychotherapeuten erleichtert werden. Beim Jobsharing teilen sich zwei Psychotherapeuten einen Praxissitz, entweder in Form einer Anstellung oder in Form einer Berufsausübungsgemeinschaft mit einem Senior- und einem Juniorpartner. Das VsG sieht vor, dass psychotherapeutische Praxen, die bisher nur wenige Stunden anbieten konnten, durch Jobsharing mehr Behandlungsstunden anbieten können, als eine psychotherapeutische Durchschnittspraxis. Der Durchschnitt liegt bei derzeit 22-27 Behandlungsstunden pro Woche. Im Gegensatz zu anderen Arztgruppen, kann ein niedergelassener Psychotherapeut kaum Leistungen delegieren bzw. sich bei Krankheit, Urlaub oder Fortbildung vertreten lassen. Das Bundessozialgericht sieht die Maximalauslastung einer psychotherapeutischen Praxis bei 36 Behandlungsstunden. Wo letztendlich die Obergrenze beim Jobsharing liegen wird, muss der Gemeinsame Bewertungsausschuss entscheiden. Derzeit gibt es noch keine konkreteren Informationen über die Ausgestaltung und Umsetzung des veränderten Jobsharings im Rahmen des VsG. Der Bundesrat hat dem Gesetz am 10.07.2015 zugestimmt hat. Somit wird das VsG am 1.8.2015 in Kraft treten.

Das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz- GKV-VSG
Marion Schwarz
Ganz korrekt lautet der Titel: Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung und umfasst sage und schreibe 192 Seiten!

Ziel soll sein, eine „bedarfsgerechte, flächendeckende und gut erreichbare medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten auf weiterhin hohem Niveau sicherzustellen“. Dazu sollen die Rahmenbedingungen für die vertragsärztliche Versorgung weiter entwickelt und flexibilisiert werden und den Versicherten ein schneller und sektorenübergreifender Zugang zur medizin. Versorgung ermöglicht werden. Hierbei zielt das Gesetz insbesondere auf die Verringerung von Wartezeiten bei den Fachärzten durch die Schaffung von Termin-Servicestellen bei den KVen (§ 75).
Für die psychotherapeutische Versorgung sind auch spezielle Veränderungen vorgesehen: So soll der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) neue Regelungen zur Flexibilisierung des Therapieangebotes erarbeiten (§ 92 Abs. 6a), hier insbesondere die Schaffung von psychotherapeutischen Sprechstunden, die Förderung von Gruppentherapien sowie eine Vereinfachung des Antrags- und Gutachterverfahrens. Hier greift der Gesetzentwurf auch Reformvorschläge auf, die die Bundespsychotherapeutenkammer mit ihrem ‚differenzierten Versorgungsangebot‘ entwickelt hat (siehe PTJ). Diese Regelungen sollen durch Änderungen der Psychotherapie-Richtlinien durch den GBA umgesetzt werden.
Der GBA soll weiterhin die Förderung neuer Versorgungsformen und auch Regelungen zur Förderung von Versorgungsforschung vorantreiben. Eigentlich klingt das ganz sinnvoll, aber andererseits beinhaltet der vorgelegte Gesetzentwurf die Gefährdung einer erheblichen Anzahl von Praxissitzen, da spezielle Regelungen zum Abbau von sog. ‚Unterversorgung‘ vorgesehen sind. Dies soll zu einer besseren geographischen Verteilung von Fachärzten führen. Die Entscheidung über die Nachbesetzung von Kassensitzen wird auch davon abhängig gemacht, ob der Sitz tatsächlich eine Versorgungsrelevanz hat. Dafür wird die bisherige  „kann“-Regelung über die Nachfolge-Entscheidung in eine „soll“-Regelung übergeführt.  Nach Berechnungen der BPtK könne dies zu einer Gefährdung von ca. 7500 Praxis-Sitzen führen, wenn wegen einer rechnerischen ‚Überversorgung‘ in der psychotherapeutischen Versorgung Praxis-Sitz durch die KVen aufgekauft würden.
Auch sieht der Gesetzentwurf Veränderungen bei der Nachfolge-Regelung. Neuerdings soll dann einem Antrag auf Durchführung eines Nachbesetzungsverfahrens mit Favorisierung des bislang angestellten Kollegen stattgegeben werden können, wenn das Angestelltenverhältnis mindestens 3 Jahre lang gedauert habe.
Durch das Gesetz sollen kooperative Versorgungsformen zukünftig gestärkt werden, so z.B. die Flexibilisierung der Möglichkeiten zur gemeinsamen Berufsausübung in einer Praxis, die Möglichkeit der Gründung arztgleicher MVZs (also als psychotherapeutische MVZ, wenn kein Arzt beteiligt ist) und KVen müssen Praxisnetze fördern.
Auch finden sich Regelungen zur Förderung der Honorargerechtigkeit: so soll der EBM kontinuierlich in bestimmten Zeitabständen auf der Grundlage von betriebswirtschaftlichen Daten angepasst werden. Wir sind gespannt, ob dies auch für unsere Berufsgruppen tatsächlich zu Honorargerechtigkeit führen wird??
Der Gesetzentwurf wurde auch im Bundesrat besprochen (6.2.15); die dort erlangten Beschlüsse/Vorschläge wurden inzwischen mehrheitlich vom BMG abgelehnt. Die 1. Lesung im Bundestag ist für den 5./6. März geplant. Danach erfolgt am 25. März eine Anhörung im Gesundheitsausschuss. Geplant ist die Verabschiedung noch vor der Sommerpause. Wichtig ist nun Lobby-Arbeit mit den Bundestagsabgeordneten gerade auch im Hinblick auf die Versorgung in ihrem Wahlbezirk. Was können wir hierzu leisten??

KV-SafeNet vs. KV-FlexNet-
Missachtung der Interessen der Psychotherapeuten in der KV Hessen


lesen Sie hierzu weiter


Aktionstag der Psychotherapeuten am 25. September 2014 in Berlin.Große Demonstration für Honorargerechtigkeit – Jetzt!


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