In dieser Rubrik unserer Homepage finden Sie Informationen speziell für in Institutionen angestellte Kolleginnen und Kollegen.

Herr Matthias Fink und Herr Matthias Kapp engagieren sich in besonderer Weise in unserem Verband für die Interessen der Angestellten KJP im bkj. Sie kommen aus den Tätigkeitsbereichen Klinik und Erziehungsberatungsstelle. Selbstverständlich freuen wir uns über die Unterstützung der berufspolitischen Arbeit durch weitere KollegInnen. Besonders würden wir eine Kollegin oder einen Kollegen aus der stationären Jugendhilfe in unserer Interessenvertretung begrüßen.

Ansprechpartner:
Matthias Fink
Wasserwerkstr. 37
51067 Köln
Tel.: 02 21. 6 80 25 58
E-Mail: AlbertMatthias.Fink@t-online.de

Matthias Kapp
Heinrich-Heine-Straße 6
64711 Erbach
matthias-kapp@web.de

cid:50D320AD.71B2606C.0000000B
bkj-Newsletter/_2016
/ Problematische Entwicklung bei der TVöD-Eingruppierung von PP/KJP verhindern .../ Antwortschreiben von Frau Birgit Ladwig ver.di

Sehr geehrte Frau Schwarz, sehr geehrter Herr Fink,

vielen Dank für Ihre Mail an Herrn Bsirske und Frau Bühler, die mich darum baten, Ihnen zu antworten. Von Ihren Berufskollegen und –Kolleginnen bekamen wir in den letzten Tagen viele Protestschreiben.

Allerdings muss man ver.di, die zuständige Gewerkschaft für das Gesundheitswesen, nicht überzeugen: Unsere Forderung, die Psychologischen Psychotherapeutinnen und –therapeuten und die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und –therapeuten der Entgeltgruppe 15 TVöD zuzuordnen, wurde von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in den Verhandlungen über eine neue Entgeltordnung zum TVöD mit aller Vehemenz, einschließlich der Konsequenz, hieran eine Einigung über die Entgeltordnung insgesamt scheitern zu lassen, abgelehnt. Den von uns vorgebrachten Sachargumenten war die VKA nicht zugänglich. Im Ergebnis war deshalb leider nur eine Eingruppierung in der Entgeltgruppe 14 erreichbar.

Diese Eingruppierung stellt jedoch eine Verbesserung gegenüber der derzeitigen Rechtslage dar, die eine Eingruppierung in der Entgeltgruppe 13 vorsieht.

In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass es uns bereits mit der Tarifeinigung vom 30. September 2015 für den Sozial- und Erziehungsdienst gelungen ist, die Eingruppierung der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und –therapeuten mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulbildung ab Juli 2015 aus der Entgeltgruppe S 17, die der Entgeltgruppe 11 TVöD entspricht, in die Entgeltgruppe 13 TVöD anzuheben.

Nach allem bedauern wir es, dass unsere Forderung nicht vollständig durchsetzbar war. Wir werden an unserem Ziel der Eingruppierung der Psychologischen Psychotherapeutinnen und –therapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und –therapeuten in die Entgeltgruppe 15 TVöD festhalten.
Unter den Absenderinnen und Absendern der Protestmails sind kaum ver.di-Mitglieder sind und hier offenbart sich ein Dilemma. Tariffragen sind am Ende immer Machtfragen. Am besten unterstützt man die berechtigten Forderungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen, in dem man die Gewerkschaft stark macht, die die Beschäftigten stark macht.
Um die Verbesserung der Arbeits- und Einkommensbedingungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen in der Zukunft zu befördern, wäre es sehr wichtig, dass sich viele Beschäftigte dieser Berufsgruppe bei uns organisieren und sich so innerhalb von ver.di, aber in erster Linie gegenüber den Arbeitgebern für ihre eigenen Belange und Interessen in Tarifverhandlungen eintreten und dieses durch eine ver.di Mitgliedschaft deutlich machen, die die Gewerkschaft stärker und handlungsfähiger macht. Papier ist geduldig, Protestmails zu schreiben, ist in Ordnung, aber reicht nicht.

Gemeinsam und zu vielen kann man mehr erreichen. Unter diesem Link können Sie sich über die Vorteile einer ver.di-Mitgliedschaft informieren. https://mitgliedwerden.verdi.de/beitritt/verdi

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich überzeugen lassen könnten, auch wenn Sie derzeit mit dem gerade erreichten Ergebnis nicht zufrieden sind – im Grunde gerade genau deshalb, denn von nichts kommt nichts! Werden Sie Mitglied einer starken und demokratischen Solidargemeinschaft und treten Sie langfristig mit uns an Ihrer Seite für eine bessere Bewertung Ihres Berufes ein! Es gibt Bewegung im Gesundheitswesen, das zeigte die Beteiligung an den Aktionen und Streiks in dieser Tarifrunde. Nunmehr kann man den Nachrichten entnehmen, dass in den Tarifverhandlungen ein Ergebnis erreicht wurde, dem die ver.di-Tarifkommission zugestimmt hat.

Trotzdem ist der Hinweis wichtig: Es muss kein Naturgesetz sein, dass die neue Entgeltordnung Jahrzehnte lang nicht mehr angepackt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Ladwig
Büroleiterin
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesverwaltung Ressort 1
Büro des Vorsitzenden
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

cid:50D320AD.71B2606C.0000000B
bkj-Newsletter/_2016

Problematische Entwicklung bei der TVöD-Eingruppierung von PP/KJP verhindern .....

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Am Wochenende in der Angestelltengruppe auf dem Deutschen Psychotherapeutentag haben wir über eine sehr ungünstige Entwicklung bei den Eingruppierungsverhandlungen zwischen ver.di und dem VKA, beraten. Die beigefügte Resolution wurde anschließend einstimmig verabschiedet!

Die seit vielen Jahren überfällige Neuordnung der Eingruppierungsordnung im TVöD ist wider Erwarten wohl bereits sehr weit zwischen den Tarifparteien VKA (Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeber) und ver.di verhandelt und soll Ende April/Anfang Mai unterschrieben werden.

Die ver.di-Fachkommission PP/KJP hat unsere Vertreter am Dienstag letzter Woche informiert, dass für PP/KJP die Entgeltgruppe 14 vorgesehen ist. Offensichtlich gibt es für die KJP noch eine Einschränkung mit Bezug auf einen Hochschulabschluss. Die Fachkommission, die von dem Verhandlungsstand und dem Ergebnis sehr überrascht war, hat intensiv diskutiert und lehnt dieses Ergebnis mit überwiegender Mehrheit ab, weil es für viele KollegInnen (die in den Kliniken über freiwillige Zulagen oder Betriebsvereinbarungen bereits mehr Geld erhalten) keine Verbesserung bedeuten würde und uns auf Jahre hinaus auf diese Entgeltgruppe festnageln würde. Die Fachkommission hat von der ver.di-Bundestarifkommission verlangt, den sie betreffenden (uns betreffenden) entsprechenden Passus aus dem Verhandlungsergebnis zur Eingruppierungsordnung zu streichen, damit die Einordnung unserer Berufe noch einmal neu und unter Beteiligung von PP/KJP-Vertretern verhandelt werden kann. Verdi-Bundeskongresse haben die tarifliche Gleichstellung unserer Heilberufe mit den Fachärzten mehrfach beschlossen und daher darf die verdi-Bundestarifkommission nicht aus der Pflicht entlassen werden.

Um die Bundestarifkommission und die Verhandlungsführer bei ver.di von unseren Forderungen zu überzeugen und natürlich auch, um noch ein besseres Verhandlungsergebnis zu erzielen, wurde in der Fachkommission PP/KJP besprochen, dass möglichst viele Verbände und Einzelpersonen gebeten werden, ganz rasch an ver.di und VKA zu schreiben und unsere Forderungen (etwa im Sinne der beigefügten Resolution) zu übermitteln und vielleicht auch, um Enttäuschung und/oder Ärger mitzuteilen. Sowohl bei ver.di als auch bei der VKA sitzen Politiker am Verhandlungstisch, die durch Bürgerprotest beeindruckbar sind.

Untenstehend sind die Adressen von VKA und Verdi abgedruckt. Es wäre toll, wenn Sie ziemlich rasch, also heute, morgen oder übermorgen ein entsprechendes Protest-/Forderungsschreiben an VKA und Verdi schicken würdet (vorab per Mail), evtl. angelehnt an die DPT-Resolution, vielleicht auch mit Verweis darauf (die Bundespsychotherapeutenkammer wird die Resolution selbst am Montag dorthin schicken).

Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit, die Mail an andere angestellte PsychotherapeutInnen weiterzuleiten, auf den Sachverhalt hinzuweisen und sie zu bitten, selbst aktiv zu werden und sich an verdi und VKA zu wenden. Insbesondere wenn sie Gewerkschaftsmitglieder sind, dann haben sie hier unter Verweis auf diese Mitgliedschaft auch den Anspruch, dass man ihre Forderungen aufnimmt.....

Freundliche Grüße von

Matthias Fink (bkj Vorstandsmitglied),
Klaus Thomsen (Sprecher der Fachkommission PP/KJP bei ver.di)
und Heiner Vogel (Gruppensprecher der Angestellten im DPT)

Hier die Adressen von ver.di und VKA:

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
frank.bsirske@verdi.de
sylvia.buehler@verdi.de
info@verdi.de

Präsident der VKA, Dr. Thomas Böhle
c/o Geschäftsstelle
Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)
Allerheiligentor 2-4
60311 Frankfurt am Main
info@vka.de

Resolution 28. Deutscher Psychotherapeutentag vom 23.04.2016


Brief an ver.di _26.04.2016
Brief an die VKA_26.04.2016

Round-Table-Gespräch vom 15.01.2015

Am 15.01.2015 nahm ich für den bkj an einem Round-Table-Gespräch der BPtK zur Standortbestimmung bezüglich PEPP (Pauschalisiertes Entgeltsystem in Psychiatrie und Psychosomatik) in Berlin teil.
Nach einer Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Richter referierte Herr Jochen Vaillant, Referent im Dezernat II, Krankenhausfinanzierung und Planung, zum aktuellen Stand der PEPP-Debatte.
Anschließend berichtete Herr Dr. Dietrich Munz über PEPP aus Perspektive der Psychotherapeuten.
Es schloss sich eine Diskussion darüber an, welche Veränderungen durch die Einführung von PEPP für die Patienten, die psychotherapeutische Versorgung in Krankenhäusern, sowie für die Psychotherapie zu erwarten sind.
Weiterhin wurde besprochen, welche Ziele beim G-BA bei der Erarbeitung der Mindestanforderungen an die Personalausstattung angestrebt werden, und welche Rahmenbedingungen das PEPP braucht, um eine qualitätsorientierte Versorgung gewährleisten zu können.
Herr Vaillant berichtete zunächst über die Ausgangslage 2013 und die damit verbundene mangelnde Akzeptanz des neuen Entgeltsystems und der Hauptkritikpunkte am PEPP-Katalog (massiver Anreiz zur Verweildauerreduktion und zur Vermeidung von Langliegern, sowie die Nichtberücksichtigung des wechselnden Aufwandes im Behandlungsverlauf. Es folgte die Darstellung der Entwicklung 2013/14, insbesondere auch der Vereinbarung zur Weiterentwicklung des PEPP vom 01.04.14, die u.a. ergänzende Tagespauschalen vorsieht (Stichwort: Abmilderung der Degression) und Aussagen zur Ermittlung der PEPP-Bewertungsrelationen beinhaltet. In einem Ausblick wurde über die gesetzlichen Rahmenbedingungen des PEPP in den nächsten Jahren, sowie die Eckpunkte des PEPP-Kataloges 2015 referiert. Im Anschluss erfolgte die Darstellung der aktuellen Position der DKG zum Weiterentwicklungsbedarf des PEPP-Systems und mögliche Alternativen und Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung der Versorgung.
Herr Dr. Munz berichtete über die Entwicklung der Psychiatrie seit 1973 (Psychiatrie-Enquete und die Umstrukturierung der psychiatrischen Versorgung von der Verwahrpsychiatrie zur Behandlungspsychiatrie. Eingegangen wurde in diesem Zusammenhang auf die Psychiatrie-Personalverordnung, die seit 1991 Instrument zur Qualitätssicherung und Budgetermittlung ist. Dabei wurden u.a. aus psychotherapeutischer Sicht notwendige Innovationen angeführt: Psychotherapeutische Versorgung in Krankenhäusern mit ausreichend therapeutischem Personal und ausreichenden finanziellen Mitteln um dies zu gewährleisten. Der Einsatz der Mittel für die Personalausstattung muß garantiert werden. Weiterhin muß die Berufsgruppe der Psychotherapeuten mit ihrer Qualifikation und ihren Kompetenzen verankert werden damit eine qualitätsgesicherte Versorgung erfolgen kann. Hinsichtlich des neuen Finanzierungssystems sieht Herr Dr. Munz drei Baustellen aus psychotherapeutischer Sicht:
Die Weiterentwicklung des OPS, Kodierrichtlinien
AG Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik beim G-BA
Begleitung von Gesetzgebungsverfahren mit Stellungnahmen, Gespräche mit Politik.
Im Rahmen der anschließenden Diskussion wurden Kritikpunkte an PEPP benannt, es wurden wenige Alternativen zu PEPP angeführt, es wurde die Notwendigkeit betont, im Rahmen des Systems, dass letztlich unausweichlich kommen wird, mitzugestalten, soweit dies möglich ist, um eine qualitätsgesicherte psychotherapeutische Versorgung im Krankenhaus zu gewährleisten.
Matthias Kapp
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut

Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen