Das SGB V verpflichtet alle Leistungserbringer im Bereich dieses Gesetzes zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der von ihnen erbrachten Leistungen. Während Maßnahmen der Qualitätssicherung der Sicherung eines definierten Qualitätsniveaus dienen, zielt Qualitätsmanagement prospektiv auf eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung.
Zum 01.01.2004 wurde das fünfte Sozialgesetzbuches geändert:
(Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung)
§135a (2)
Vertragsärzte, medizinische Versorgungszentren, zugelassene Krankenhäuser (...) sind (...) verpflichtet, (...) einrichtungsintern ein Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln."
Der Gesetzgeber hat nicht festgelegt, in welcher Form und bis zu welchem Zeitpunkt ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement (QM) eingeführt werden soll. Diese Aufgabe obliegt dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).
Die 'Qualitätsmanagement-Richtlinie vertragsärztliche Versorgung' des GBA ist zum 1. Januar 2006 in Kraft getreten. In ihr werden Grundelemente und Instrumente des QM konkret benannt sowie Übergangsfristen zur Einführung und zum Nachweis eines internen Qualitätsmanagement festgelegt.
Es besteht keine Pflicht zur Zertifizierung nach einem QM-System.
Die Pflicht zur Sicherung der Qualität auch der psychotherapeutischen Arbeit und zur Einführung eines entsprechenden Qualitätsmanagement in der psychotherapeutischen Praxis ist ein Thema, das für viele Kolleginnen und Kollegen immer noch etwas mit "Qual" zu tun hat. Das muss aber nicht sein - so hat der Ausschuss Qualitätssicherung/-management der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (PKN) sich der Aufgabe angenommen, ein entsprechend geeignetes Instrument zu schaffen. Der Ausschuss entwickelte zunächst eine Orientierungshilfe zum Qualitätsmanagement: Qualitätsrelevante Aspekte in der ambulanten psychotherapeutischen Praxis. Als die PKN von einem Mitglied ein komplettes Handbuch für eine PP-VT-Praxis auf der Basis der Orientierungshilfen angeboten bekam, griff sie zu und gab weitere Handbuchvarianten für TP/AP und KJP in Auftrag. Das Handbuch für KJP wurde von der Kollegin Inge Berns (Hannover) erstellt. Alle drei Handbücher können ohne weitere Kosten von den PKN-Mitgliedern sowie von den Mitgliedern der Psychotherapeutenkammern Bremen und Hamburg genutzt werden (alle drei Kammern tragen die Entwicklungskosten gemeinsam entsprechend ihrer Mitgliederzahl). Die drei Handbücher stehen aber auch allen anderen KollegInnen zum Download zur Verfügung - außerhalb des ausschließlich für Kammermitglieder zugänglichen Bereiches auf der homepage der PKN (www.pk-nds.de). Dieser einfache Zugriff sichert allen Interessierten die unmittelbare Handhabung und Umsetzung für die eigene Praxis im Rahmen des gesetzlichen Erfordernisses. Die Maßnahmen zu Struktur- und Ergebnisqualität sind darüber hinaus als Anregung auch für Mehrpersonenpraxen, Beratungsstellen und Kliniken gut geeignet, die Qualitätsdiskussion anzuregen.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten sowie mit Mitarbeitern von Kassenärztlichen Vereinigungen und QM-Experten unter Einbeziehung von Berufsverbänden und Arzthelferinnen das für Praxen spezifische Qualitätsmanagementverfahren „QEP – Qualität und Entwicklung in Praxen®“ entwickelt.
Dieses indikatorenbasierte und handbuchgestützte System ist modular aufgebaut und kann von der Praxis stufenweise umgesetzt werden. Kernstück des Systems ist ein Qualitätsziel-Katalog, der in erster Linie der Einführung und Umsetzung von Qualitätsmanagement in Praxen sowie der Analyse des Ist-Standes (Selbstbewertung) dient. Optional kann eine Zertifizierung durch neutrale Dritte (Fremdbewertung) durchgeführt werden. Weitere Bestandteile sind u.a. ein Manual (inkl. Umsetzungsvorschlägen, Musterdokumenten) und ein Schulungscurriculum, die zur Unterstützung beim QM-Aufbau angeboten werden, allerdings Kosten verursachen.
QM-Richtlinie
QM-Richtlinie Kurzinformationen KBV
KBV- Fragen zu QM
Benutzerhinweise
Buchveröffentlichung
"Ich sehe was, was Du nicht siehst"
Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Perspektiven in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
In der Geschäftsstelle des bkj zu einem ermäßigten Preis € 25,-- zu bestellen.
Tagungsbuch
18. Konferenz für wissenschaftlichen Austausch
11.02.2012, Frankfurt a. M.
Die Psychoanalytische Behandlung von Depressionen im Kindes- und Jugendalter:
Theorie-Leitlinien-Kasuistik
Mit Expertendiskussion der neuen Leitlinie Depression
Anmeldung:kwa@VAKJP.de
Symposium "Angst essen Seele auf"- Elternängste- Kinderängste.
Dr. med. Nikolaus Hofacker und Prof. Dr. med. Peter Henningsen, Dr. Yonca Izat
11.02.2012 in München
Information:
Münchner Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse e.V. (MAP), Rosenheimer Straße 1, 81667 München, Tel. 089- 2715966, info@psychoanalyse-map.de,
www.psychoanalyse-map.de
Symposium: "Kindertherapie und Kinderpsychiatrie im Dialog-Autismus, ADHS, Schulverweigerung"
17.02.-19.02.2012 in Benediktbeuern
Tagungsort: Kloster Benediktbeuren, Don-Bosco-Str. 1, 83671 Benediktbeuren
www.aerztliche-akademie.de
2. Symposium der AVP
"Aus der Erfahrung zur Therapie-muss ich jeden Patienten behandeln können?"
17.03.2012 in Berlin
VPP - Zweites Symposium Psychotherapie der AVP in 2012 in Berlin
Informationen
"EMDR und Familientherapie- ein integriertes Modell für bindungstraumatisierte Kinder"
25.03.2012 in Köln
Informationen und Anmeldung
59. Jahrestagung der VAKJP; "...jetzt aber in echt!"-Facetten des Spielens in der kinderanalytischen Arbeit.
29.04.-01.05.2012 in Berlin
Informationen unter:
www.vakjp.de
10. Psychotherapietage des Kindes- und Jugendalters auf Langeoog Zeitgeist - Umwelten von Psychotherapie
28.05. - 02.06.12
PsychotherapieInfo/Programm:
Programm_2012