[22.09.2015] 80 Millionen Euro mehr für die Psychotherapeuten
Honorarverhandlungen aktuell:
Nachdem die Entscheidung über eine Honorarnachzahlung für Psychotherapeuten vom gemeinsamen Bewertungsausschuss, trotz eindeutiger Rechtsprechung des BSG, über Jahre verzögert wurde, konnten sich die KBV und der Spitzenverband der Krankenkassen nun offensichtlich einigen.
Laut unbestätigten Meldungen soll es ab dem Jahr 2012 eine Nachzahlung in Höhe von 2,7% pro Therapiesitzung geben; dies entspricht einem Honorar von 86,37 € und gilt für die genehmigungspflichtigen Leistungen.
Darüber hinaus soll es unter bestimmten Vorrausetzungen einen Strukturzuschlag von 14,69 € pro Therapiesitzung geben; dies soll für Praxen gelten, in denen jährlich mehr als 774 Sitzungen geleistet werden.
Nachvergütung erhalten die Psychotherapeuten die Widerspruch eingelegt haben.
Unklar bleibt, ob dieser Betrag auch rückwirkend gezahlt wird. Insgesamt beläuft sich die Summe der Nachzahlungen auf 80 Millionen Euro.
Die Vereinbarungen sind noch nicht rechtskräftig und sollen am 22.09.2015 beschlossen werden.
Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht.

[12.05.2015]
Der Aktionstag zur Honorargerechtigkeit am 11.05.2015 stand unter dem Motto:
„Wenn sich nichts tut, tun wir etwas!“ und genau das haben wir gestern getan. Mit einer Vielzahl von Kollegen vor Ort haben wir vor der KBV Vertreterversammlung in Frankfurt am Main sehr eindrücklich auf die immer noch vorherrschende ungerechte Honorarsituation aufmerksam gemacht.
Die anreisenden Vertreter wurden unter lautstarken Unmutsbekundungen willkommen geheißen und über unsere Anliegen informiert. Zudem gab es vielfältige Redebeiträge durch Vertreter der am Aktionstag beteiligten Verbände, denen es gelungen ist die Probleme pointiert auf den Punkt zu bringen (den Redebeitrag von Marion Schwarz finden Sie weiter unten). Zugleich konnten auch die gesammelten Solidaritätsbekundungen der KollegInnen, die leider nicht am Aktionstag teilnehmen konnten, direkt an Dr. Gassen übergeben werden.
Ein weiteres klares Zeichen einer beeindruckenden Geschlossenheit der Profession.
Wir möchten uns auch herzlich bei den Mitgliedern des bkj bedanken, die zur Versammlung angereist sind.
Im Folgenden noch einige Impressionen des Tages:



Die Rede von Dipl. Psych. Marion Schwarz finden Sie hier

Interview mit Dr. Ulrike Spengler, Dipl. Psych. Else Döring und Dipl. Psych. Marion Schwarz Psychotherapeuten-Protest vor der KBV-VV „Resignieren werden wir in keinem Fall“


[25.04.2014] Erfolg für bkj Mitglied: Eingruppierung als KJP nach TVÖD 14
Seit dem 01.03.2013 wurde ich von Vitos Riedstadt als KJP in der Gehaltsgruppe TVÖD 14 eingruppiert. Vorausgegangen war ein entsprechender Vergleich beim Arbeitsgericht Darmstadt vom Februar 2014. Somit wurden die Voraussetzungen für die Eingruppierung in diese Entgeltgruppe als erfüllt angesehen. Die Merkmale für die Eingruppierung nach TVÖD 14 lassen sich aus der immer noch gültigen Tätigkeitsmerkmalen der Vergütungsgruppe 1b des BAT ableiten: „Angestellte mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulausbildung und entsprechender Tätigkeit, sowie sonstige Angestellte, die aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrung entsprechende Tätigkeiten ausüben, die sich durch besondere Schwierigkeiten und Bedeutung aus der Vergütungsgruppe II des BAT herausheben.“ In den für die Eingruppierung maßgeblichen Kriterien ist also nicht ausschließlich von einem Psychologiestudium als Voraussetzung die Rede, sondern allgemein von einem abgeschlossenen wissenschaftlichen Hochschulstudium. Besonders erfreulich fand ich in diesem Zusammenhang, dass auch mein Abschluss als „Master of Social Work“ im Studiengang „Psychosoziale Beratung“ an der evangelischen Hochschule in Darmstadt in diesem Sinne als Abschluss eines wissenschaftlichen Hochschulstudiums akzeptiert wurde. Dadurch wurde es möglich, dass ich als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut mit „pädagogischem“ Zugang zur Psychotherapieausbildung bei gleicher Tätigkeit auch in die gleiche Entgeltgruppe eingruppiert werden konnte, wie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, die als Zugangsvoraussetzung zur Psychotherapieausbildung ein Psychologiestudium abgeschlossen haben.
Matthias Kapp

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