Das Berufsrecht regelt Zugang und Berufsausübung der freien Berufe. Die freien Berufe haben im Allgemeinen auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt. Viele (bei weitem jedoch nicht sämtliche) freiberufliche Tätigkeiten werden in Deutschland durch sogenannte „Standesordnungen“ geregelt, im Falle der Psychotherapeuten ist dies eine der Aufgaben der Psychotherapeutenkammern .  

Der Zugang zu den Berufen Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut ist durch das Psychotherapeutengesetz  geregelt, das 1998 den beiden Berufen einen eigenständigen Platz unter den Heilberufen gegeben hat.  Das PTG regelt, wer welche Berufsbezeichnung führen darf und wozu er dann berechtigt ist. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind mit der Approbation, die berufsrechtlich zur Führung der Berufsbezeichnung „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut“ qualifiziert, berechtigt, Kinder  und Jugendliche bis zum21. Lebensjahr zu behandeln. Psychologische Psychotherapeuten dürfen berufsrechtlich alle Altersgruppen behandeln, sozialrechtlich müssen sie eine Zusatzqualifikation erwerben, um auch Kinder und Jugendliche behandeln zu dürfen.  Mit der Approbation erwirbt man aber - vergleichbar mit der ärztlichen Approbation -  noch nicht  die Berechtigung zur Teilnahme an der psychotherapeutischen Versorgung der Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). 

 Im Rahmen des Sozialrechtes (Sozialgesetzbuch V: Gesetzliche Krankenversicherung) wird für Psychotherapeuten geregelt, wer welche Leistungen unter welchen Umständen im Rahmen der Sozialversicherungssysteme erbringen darf und wie sie finanziert werden (Psychotherapierichtlinien, Psychotherapie – Vereinbarung).  Gegenstand  ist die Anwendung von Psychotherapie in der  vertragsärztlichen Versorgung. Als Psychotherapie gelten derzeit die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die analytische Psychotherapie und die Verhaltenstherapie.

Außerhalb der GKV gilt die Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), die Behandlung von Versicherten, die beihilfebrechtigt sind, ist in der Beihilfeverordnung geregelt.  

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